Falsche Ansichten über Gedankenkontrolle widerlegen

Man muss wissen, wie man falsche Vorstellungen anderer anspricht und womöglich muss man dies auch Mitgliedern von Kulten erläutern. Um zu helfen, habe ich zehn der typischsten Irrtümer bezüglich der Gedankenkontrolle aufgegriffen.

Dieser Artikel ist der Erste aus der Reihe „Falsche Ansichten widerlegen“.

Irrtum #1: Es gibt keine Gedankenkontrolle

Personen die das Konzept von Gedankenkontrolle ablehnen, haben meist eine vollkommen verzerrte Vorstellung von Kontrollmechanismen. „Niemand kann deine Persönlichkeit auslöschen und dich zu einem hirngewaschenen Zombie verwandeln“ ist einer der üblichen Annahmen. Wie wir gesehen haben, Gedankenkontrolle löscht nicht das „Selbst“ einer Person aus, sondern lässt ein dominantes „Kult-Selbst“ entstehen, welches den freien Willen unterdrückt. Wenn man mit einer Person spricht, welche Gedankenkontrolle anzweifelt, kann man vielleicht erläutern, wie das „Kult-Selbst“ unfähig ist, zu denken, fühlen oder außerhalb des durch den Kult vorgegebenen Rahmens zu interagieren. Um Gedankenkontrolle durch einen Kult zu verstehen, muss man die Unterscheidung zwischen dem „authentischen Selbst“ und dem „Kult-Selbst“ verstehen.

Beim Lesen des Kapitels 2 im Buch Freiheit des Geistes: „Nahestehenden helfen, sich von kontrollierenden Personen, Kulten und Dogmen zu befreien“, findet man drei psychologische Konzepte, welche bei der Erklärung des Begriffes „Gedankenkontrolle“ helfen. Es hilft auch, die Unterlagen zum Kurs an der Stanford Universität „die Psychologie der Gedankenkontrolle“ von Dr. Philip Zimbardo zu betrachten. Zimbardo nutzt zwei Kapitel aus meinem ersten Buch in diesen Unterlagen. Ergänzend dazu hat das DSM-5, das Diagnosehandbuch der American Psychiatric Association eine Kategorie, welche die Worte „Kulte, Sekten, Gehirnwäsche, Zwangsrepression, Gedankenreform, Peinigung Terrororganisationen“ enthält.

Es stimmt, dass Gedankenkontrolle nicht alle Personen zur selben Zeit gleich beeinflusst. Personen, welche Teil eines Kults sind, können die verschiedensten Intensitäten einer Gedankenmanipulation erfahren. Einige mögen glasige Augen haben und zombieartig agieren, aber dies sind Extrembeispiele und oft das Ergebnis von Schlafentzug oder Fehlernährung. Häufiger ist das „Kult-Selbst“ gut entwickelt und nutzt die Begabungen und Fähigkeiten des „authentischen Selbst“. Das Ergebnis ist, dass es für ein ungeübtes Auge so aussehen kann, als wäre das Kult-Mitglied vollkommen normal. Fragen zu stellen, welche die Gedanken und den freien Willen der Person testen, sind die einzige Möglichkeit das Ausmaß der Beeinflussung festzustellen.

Einige Personen argumentieren, dass Personen Kulte verlassen und daher keine Gedankenkontrolle existieren kann. Aber die Wahrheit ist, dass viele gehen, da sie krank werden, desillusioniert sind oder rausgeworfen werden. Die Tatsache, dass Personen Kulte verlassen, bedeutet nicht, dass es keine Gedankenkontrolle gibt – es bedeutet nur, dass Gedankenkontrolle nicht absolut ist. Da Gedankenkontrolle nie das authentische Selbst einer Person oder ihren Geist löscht, ist es immer möglich, dass Personen den Weg in die Freiheit finden.

Gedankenkontrolle wird oft missverstanden, da kaum jemand Erfahrungen mit Kulten hat, jedoch haben die meisten Menschen schon Erfahrungen mit Gedankenkontrolle gemacht. Falls ein potentieller Unterstützer Probleme hat, Gedankenkontrolle zu verstehen, könnten vielleicht die folgenden Fragen helfen, einen Einblick zu gewinnen:

  • Warst du je in jemanden verliebt oder hast jemanden vertraut, der dich belogen, manipuliert oder ausgenutzt hat?
  • Bist du je in einer Beziehung geblieben, in der du dir kontrolliert oder nicht respektiert vorkamst?
  • Wurdest du je hypnotisiert oder hast dies bei anderen beobachtet?
  • Hast du je etwas getan, was du eigentlich nicht tun wolltest, weil dich andere unter Druck gesetzt haben (Geld spenden, Sex, Rauchen, Drogen, …)?
  • Hast du je ein Produkt gekauft, welches du gar nicht gebraucht hast oder wolltest und stelltest du nachher fest, wie viel Werbung du dafür gesehen oder gehört hast?

Durch einige dieser Fragen kann man die Person vielleicht anregen, eine Verbindung zu der Gedankenkontrolle durch Kulte herzustellen. Da die Stärke der Einflussnahme unterschiedlich ausgeprägt ist, kann es hilfreich sein, extreme Möglichkeiten zu betrachten, welche Kulte nutzen können um ebenso extreme Resultate zu erzielen.

Irrtum #2: Alles ist Bewusstseinskontrolle

Einige behaupten, dass Bewusstseinskontrolle überall existent ist – sei es in der Werbung, Psychotherapie, Ausbildung und zum Beispiel dem Militär – und dass es daher akzeptabel sein muss. Wenn wir den Begriff jedoch so generalisieren, dann geht jede Differenzierung verloren und es kann keinerlei Einblick in das Thema gewonnen werden. Eine sinnvollere Betrachtung ist daher die Trennung nach der Art des Einflusses: einerseits ein respektvoller, ethischer, und positiv auf die Entwicklung wirkender Einfluss welcher den Wert des Menschen schätzt sowie Menschenrechte und die individuelle Kreativität berücksichtigt und andererseits Gleichmacherei, Abhängigkeit und Versklavung, bei dem der Wert des Einzelnen nur in der Gruppe und bei dem Führer liegt.

Nicht alles ist Bewusstseinskontrolle, jedoch kann destruktive Bewusstseinskontrolle bei vielen Institutionen und Personen gefunden werden. Institionen und Programme zur systematischen Einflussnahme sollten einzelfallabhängig geprüft werden. Manche sind gut, einige hilfreich und andere verletzend. Obwohl Einflussnahme in allen Bereichen menschlichen Verhaltens zu finden ist, ist die Einflussnahme durch Kulte ein besonderes Phänomen, welches ein Extrembeispiel darstellt.

Psychotherapie

Fachleute welche sich nach ethischen Maßstäben um die Psyche kümmern, nutzen ihr Wissen um den Klienten zu helfen, einen Prozess des Wachstums und der Veränderung anzustreben. Der Ort der Kontrolle sollte während der Therapie immer bei dem Patienten liegen, nicht bei dem Therapeuten. Es stimmt zwar, dass viele Menschen die mental erkrankt sind, Hilfe wünschen und benötigen, um Entscheidungen zu treffen. Andere haben keine individuelle persönliche Entwicklung durchlebt, sprich, sie agieren immer noch wie Kinder und nicht wie Erwachsene. Falls eine Person ernsthaft mental erkrankt ist oder schwerwiegende psychologische Probleme hat, kann es sein dass sich diese Person eine Zeit lang auf eine Autoritätsperson stützen muss, bis sie selbst wieder erstarkt ist. Natürlich gibt es auch schlecht ausgebildete und unethische Therapeuten welche Abhängigkeiten aus selbstsüchtigen Gründen erzeugen.

Werbung

Werbung hat einen deutlichen Einfluss auf ökonomische, kulturelle und sozial Dinge in unserem Leben. Werber nutzen hochkomplexe Methoden, um unsere Wünsche, Gedanken und unser Verhalten zu beeinflussen. Das Ziel ist meist, ein Bedürfnis zu erzeugen welches vorher nicht existierte oder einen Wunsch zu verstärken und dann die Person zu beeinflussen, wie sie diesen erfüllen kann. Wie wir von der Tabakindustrie gelernt haben, können einige Formen dieser Werbung schädlich und irreführend sein. Natürlich gibt es auch gute Formen der Werbung, deren Ziel es ist zu informieren, zu überzeugen und zu motivieren, die Verantwortung für das eigene Leben und das anderer zu übernehmen. Das Sammeln von Daten in sozialen Netzwerken und das unseres Kaufverhaltens kann die Möglichkeit schaffen, uns zu speziellen Dingen zu verleiten: vom Kaufen eines speziellen Produkts bis hin zur Wahl einer speziellen Person oder Ideologie. Sich die Macht der Werbung bewusst zu machen, wegzuschalten – oder den Fernseher bzw. das Radio auszuschalten – sind die effizientesten Möglichkeiten, diese negative Effekte zu minimieren.

Bildung

Es besteht kein Zweifel, das einige „Bildungs“systeme darauf ausgelegt sind, zu indoktrinieren anstatt zu bilden. Das Ziel ist Gleichschaltung und Gehorsam. Aber die meisten zielen darauf ab, die Studenten zum selbstständigen Denken zu erziehen, kreativ zu sein und sich selbst sowie andere zu respektieren. Bildungssysteme die Angst und Schuld nutzen – und auf Wettkampf sowie Konformität setzen – erzeugen Kandidaten für einen destruktiven Kult. Studenten müssen kritisches Denken gelehrt bekommen sowie dazu ermuntert werden, Gleichschaltung zu widerstehen. Studenten müssen auch lernen, Dinge aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten, um ihr Verständnis zu erweitern.

Militär

Das Militär ist ein Beispiel einer stark strukturierten, pyramidenartig aufgebauten Organisation. Es herrscht eine strikte Hierachie. Soldaten werden Nummern zugewiesen, Haarschnitte und Uniformen verpasst und es gibt Regeln, wie zu reden, laufen, marschieren und zu kämpfen ist. Es ist ein Berufszweig, in dem persönliche Entscheidungen weit stärker als im Rest der Gesellschaft eingeschränkt werden. In Bootcamp-Trainings, besonders bei den Marines, den SEALs und anderen Spezialstreitkräften, wird die Verwendung von Bewusstseinskontrolle als essentiell betrachtet, um die Identität eines Elitesoldaten zu erschaffen.

Aber im Gegensatz zu destruktiven Kulten, ist das Militär gesellschaftlich akzeptiert und wird geschätzt. Das Militär hat dazu ethische Vorgaben, unterliegt Überprüfungen. Personen verpflichten sich beim Militär für eine festgelegte Zeit und erhalten dafür einen Lohn sowie andere Leistungen. Abgesehen von einigen Negativbeispielen, nutzt das Militär keine Täuschungen bei der Rekrutierung. Wenn sich Personen verpflichten, dann wissen sie was von ihnen erwartet wird. Soldaten werden angehalten Kontakt mit ihrer Familie und Freunden zu haben und ihnen steht regelmäßig Zeit für Urlaub zu.

Wenn Personen eine Ausbildung anstreben, wie zum Beispiel ein Medizinstudium, ein Jurastudium, eine Karriere im Militär oder Theologie zu studieren, dann entscheiden sie sich dafür, Arzt, Rechtsanwalt, Soldat oder Priester zu werden. Die Ausbildung beeinflusst ihre Identität, vermittelt Wissen und Fähigkeiten und bietet viele weitere Vorteile. Wenn eine Person für einen destruktiven Kult angeworben wird, beginnt der Führer sofort den Prozess die authentische Identität zu zerstören, abzuweisen und umzuprogrammieren. Die Person verliert ihren freien Willen. Er oder sie erhält keinen persönlichen Nutzen und es gibt keinen offiziellen Weg, in Würde zu gehen.

Wichtigkeit des Kontrollortes

Die Philosophie der Freedom of mind foundation ist, dass nur du selbst dein Bewusstsein kontrollieren solltest. Daher sollte der Ort der Kontrolle immer in dir sein und nicht einer externen Autorität obliegen, egal ob Person oder Institution. Gesellschaftliche Teilhabe erfordert, dass wir Dinge die wir wollen aufgeben, um den Regeln und Gesetzen der Gemeinschaft zu folgen. Jedoch spielt unser Gewissen dabei eine wichtige Rolle. Es lässt uns wissen wenn wir gezwungen sind, etwas falsches zu tun oder etwas, von dem wir nicht überzeugt sind. Einer der großen Vorteile eines Studiums der gesellschaftlichen Psychologie ist zu verstehen, wie wir durch andere fortlaufend beeinflusst werden, besonders wenn wir mit anderen zusammen sind oder in einer unausgewogenen Beziehung.


Anmerkung: Die Artikelserie erschien zuerst hier: https://freedomofmind.com/errant-beliefs-complete-series/ und wurde mit freundlicher Genehmigung vom Autor – Steven Hassan – für eine Übersetzung freigegeben. Frei übersetzt von Sebastian.

Reaktionen zu diesem Beitrag

  1. originalmaja sagt:

    Hi Sebastian,

    ich bin die Maja. Ich freue mich sehr, Olivers Seite und Deine Übersetzung gefunden zu haben.

    Ich habe ein Anliegen: Das Vokabular, dass die englischsprachige Gemeinschaft nutzt, um sich kompetent über Mind Control und Kulte auszutauschen, interessiert mich außerordentlich. Ich bin sehr interessiert, gut darin zu werden, sowohl inhaltlich treffende als auch, sagen wir mal, poetisch gut funktionierende Übersetzungen zu kennen. Im Wege steht, dass ich wohl noch nicht alle englischen Fachbegriffe in ihrer inhaltlichen Reichweite erfasse… und auch, dass ich schlichtweg noch nicht mit den deutschen Gegenstücken vertraut bin.

    Ich muss mich im Englischen mehr einlesen — und mich im Deutschen darüber mehr austauschen.

    Es ist meine Hoffnung, dass Du Interesse daran hast, vielleicht gemeinsam den einen oder anderen Text dieser Art zu übersetzen; zum einen übersetze ich gerne, zum anderen… well, I fell down that rabbit hole of learning about cults and mind control. (Usually, I hang out at Ortega’s Underground Bunker DISQUS thingy.) Ich suche dringend einen Gesprächspartner, der sich mit mir immer wieder aufs Neue auf Diskurse einlässt, was das passende deutsche Wort ist.

    Überleg mal, ob das ‚was für Dich ist.

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    1. Sebastian sagt:

      Hi Maja,
      sehr gern. Ich schicke dir mal eine PN via Reddit.

      Antworten
  2. SaN sagt:

    Hallo Sebastian.

    Gerade in Anbetracht der Tatsache, dass auf letztem mehrtägigem Kongress im Sommer eine „BUNKER-Szene“ aufgeführt worden ist, wird einem arg mulmig beim Gedanken an die in der WTG-verbliebenen „Familien“-Angehörigen, die den wahren Charakter von Familie nicht leben und sich fremdgesteuert positionieren (und zeitgleich die „Fremdsteuerung“ anderen attestieren / ZJ behaupten Satan hätte Besitz vom Zweifler ergriffen…) – wider jedem KLAREM Menschenverstand. Es ist schwer anderen Leuten zu erklären wie neuroplastisch, psychologisch heimtückisch Kult funktioniert. Ich wurde in eine ZJ-Fam. geboren und floh wegen diverser Gewalterfahrungen (was ausgereicht hätte und mich ein Leben lang beschäftigen wird) und deren frauenverachtenden Haltung, auch versuchte man mit aller Macht meinem Bedürfnis nach Antworten, nach Bildung zu unterbinden, ich sollte doch besser schnell einen Schulabschluss (Schulpflicht, sonst hätte das auch anders ausgehen können) machen, heiraten und dann dürfte doch eine schlichte Berufsausbildung, die sich in den Gottesdienst integrieren ließe, ausreichen… Völlig an meinem Willen als Mensch und an der elterlichen Fürsorgepflicht vorbei!!! Und wer sich da alles in der Hackordnung zu Wort gemeldet hatte und Einfluss ausüben wollte – massiv grenzüberschreitend, respektlos! Soll heißen auch die Schwestern wollten mir verwehren, was sie sich selbst aufbürden ließen… ich möchte nicht den Eindruck erwecken, dass hier Frauen nicht als Mit-/Täterinnen benannt werden dürfen, das ist schlicht und ergreifend unrealistisch. Frauen laufen auch heute noch unter´m Radar, gerade wenn es um Kindesmissbrauch geht, wobei Kindesmissbrauch IMMER eine gesamtgesellschaftliche Problematik ist und Frauen sich schwächere Wesen (Kinder) zum Opfer machen oder Männer zu Tätern manipulieren. Diese Thematik bedürfte einer umfangreicheren Analyse als es mir hier und jetzt möglich ist. Fakt ist, dass innerhalb der Gruppierung massive Menschenrechtsverletzungen existieren – die Auswirkungen auf Kinder, die hineingeboren werden, sind infolge der frühkindlichen Indokrination gravierend. Ich hatte ab und an den Eindruck, dass die Beteiligten sich des Begriffes Gewalt kaum bewusst waren, viele haben gar keine richtige Definition zur Hand. Es würde lediglich in den eigenen Publikationen „geforscht“ werden und diese werden von wem verfasst??! WT 2013: „woman need correcting with firmness“, Übersetzung „Frauen bedürfen der Korrektur mit Härte / Beständigkeit“. Korrigieren kann man nur einen Fehler oder? Was ist Härte? Wendet der Mann (welcher? Ehemann oder das Rechtskomittee bestehend aus drei Männern) Zucht als Führer in der Gemeinde / Ehe an und damit den Bibeltext „Wen Gott liebt, den züchtigt er“, schließlich „ist die Frau dem Manne Untertan“? Das perfide daran, die Herren werden sich bei der Bestrafung gut fühlen, es sei ja eben ihre auferlegte Bestimmung zu „korrigieren“. Und das geschieht in den eigenen 4 Wänden – nicht sichtbar im Königreichssaal. Auch werden Frauen mit „Gemse und Hindin“ (Tiere) in der Bibel verglichen, sollte damals schmeichelhaft verstanden werden – man bedenke den Kulturkreis und das Zeitalter. Wie dem auch sei, die Sprache dringt ins Gehirn vor und hinterlässt die Assoziation „Frau = Tier“, „Frau = Untertan“, „Frau = Gegenstück zum Mann“, „IHR Gottesdienst = Dienst an IHM = Dienst für Gott“… Wer kann sich wirklich erwehren? Welche Frau kann dauerhaft selbstbestimmt in diesem Flair leben (betrifft Mädchen: sich ein stabiles Selbstwertgefühl aufbauen / erwachsene Frauen: sich ein halbwegs gesundes Selbstwertgefühl bewahren; Anm.: halbwegs gesund = bereits labil)? Es hängt bei jeder Entscheidung die Frage im Raum: „Erweise ich mich als Diener/in für Gott oder verspiele ich mir mein zukünftiges Leben und gerade jetzt in der Endzeit?“. Siehe Bunker-Schaupiel.

    Man brauch sich bloß irgendein Jahrbuch nehmen und eine Entstehungsgeschichte der Gemeinde im Land zur Verbreitung der „Guten Botschaft“ auswählen (Bsp. Norwegen): Jeder „normal“ verständige, empathische MENSCH würde sich von der Märchenerzählung abwenden und sich fragen wie man nur an so viel Schwurbelei statt Fakten glauben, geschweige denn sein Leben danach ausrichten kann. Menschen mit psychologischen Kenntnissen erkennen die logischerweise menschlichen zwischenmenschlichen Probleme in der Mär, eine Pseudoerzählung, die wunschgemäß schlecht für die Mitglieder zu überprüfen ist (Blindes Vertrauen / Weltweit bekannte Experimente wie Stanford-Prison-Experiment usw. dringen selten vor oder werden als gesondert abgewiesen „Nicht in Unserer Gemeinde, da von Gott gelenkt, Er wird heilen“ – Äh, Nein, nicht von Gott gelenkt, sondern von der Leitenden Körperschaft). Der denkende Mensch würde die Semantik als suggestiv bis stark negativ manipulierend in Anwendung der Schwarz-Weiß-Manier mindestens intuitiv erfassen…

    … Nur nicht Zeugen Jehovas mit der – wie Oliver es umschreibt und ich nur bestätigen kann – fundamentierten (eingebläuten) Firewall, dank Ablehnung und Abgrenzung sämtlicher sog. weltlicher Ansichten oder gar (böser) Kontakte zementiert!!!

    Sachliche Aufklärung ist unabdingbar, dann erst folgt die Aufarbeitung.

    Vielen Dank für deinen Artikel!

    Da ich immer an weiterem Material interessiert bin und gerne fachspezifisch wie fachfern wertvolle Informationen suche und ich diese mit Sicherheit auch in mein Studium/Prom. involvieren (mindestens bedacht haben) möchte, bitte ich dich mir ebenso eine PN zu senden – bislang fand ich noch nicht das o.ag. passende Material via Reddit. Vielen Dank vorab.

    MfG

    PS: Wer Gehirn verstehen lernen möchte, bitte nach NEUROPLASTIZITÄT suchen… Es ist unerlässlich gelebte Quellenkritik zu verinnerlichen, schließlich hat das Wort / das Bild / der Film MACHT über unsere Gedanken, über unser Sein, über unser Leben. Es sind alles Reize, die neuronal verarbeitet werden müssen (Neuronale Reizweiterleitung, implizites, explizites Gedächtnis etc.pp). Das zumindest hat die LK verstanden, deshalb die Ablehnung und Abgrenzung. Wäre die LK am Menschen wirklich interessiert, würde sie sich den Fakten öffnen und Nachfragen zugestehen / fördern. Transparenz ist das Schlagwort – nicht nur in der Politik.
    ALLES GUTE 🙂

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  3. Benjamin sagt:

    In meinen Augen einfach nur ekelhaft und abartig
    Das ekelhafteste daran sind die Menschen welche dies bei anderen einsetzen

    Genau diese sind die kranken und gestörten
    Aber ist schon geil Macht über andere zu haben oder? In meinen Augen und meine persönliche Meinung Gedankenkontrolle hat nichts zu suchen bei Menschen welche dies nicht möchten aber machen kann man leider nichts gegen diese

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