Haben Jehovas Zeugen bezahlte Geistliche?

Zeuge Jehovas mit Bibel in der Hand © paczani

Kurz und knapp beantwortet die Organisation auf ihrer Webseite die Frage, ob es bei Zeugen Jehovas bezahlte Geistliche gibt, mit „Nein“.

Da wir dem urchristlichen Modell folgen, gibt es bei uns keine Trennung zwischen Klerus und Laien. Mit der Taufe wird jeder Zeuge Jehovas zu einem Diener Gottes ordiniert. Alle beteiligen sich am Predigen und geben Bibelunterricht. Die Gemeinden oder Versammlungen bestehen aus etwa 100 Zeugen und werden von erfahrenen „älteren Männern“, auch Älteste genannt, seelsorgerisch betreut — und zwar ohne Gehalt.
https://www.jw.org/de/jehovas-zeugen/haeufig-gestellte-fragen/keine-bezahlten-geistlichen/

Ein eindeutiges „Nein“ liest man in der Antwort allerdings nicht heraus. Vielmehr versucht man zu vermitteln, dass Zeugen Jehovas im Grunde alle auf der gleichen Stufe stehen, und eine handvoll „erfahrener Männer“ ehrenamtlich, seelsorgerische Arbeit leistet. Es entsteht der Eindruck, als würden sich Zeugen Jehovas von anderen Religionen abheben. Doch neben den Ältesten gibt es noch andere Posten, die mit der Arbeit von „Geistlichen“ verglichen werden können und die durch die Wachtturm-Gesellschaft finanziert werden.

Trennung zwischen Klerus und Laien

Zeugen Jehovas nehmen von dem Begriff „Geistliche“ Abstand, und behaupten, innerhalb der Organisation gäbe es keine Hierarchie. Daher heißt es direkt zu Beginn ihrer Antwort: „Da wir dem urchristlichen Modell folgen, gibt es bei uns keine Trennung zwischen Klerus und Laien.“

Dazu habe ich einen interessanten Artikel gefunden. Er stammt aus dem Erwachet! (August 2009), und ist betitelt „Die Trennung in Geistliche und Laien: Was ist davon zu halten?“

In der Einleitung zum Artikel ist zu lesen: „Aus Gottes Wort geht hervor, dass eigentlich alle Christen Diener Gottes sind und keiner von ihnen über oder unter dem anderen steht. Danach folgen sechs Punkte, die aufzeigen sollen, dass sich Zeugen Jehovas klar nach der Bibel richten und sich von den Kirchen deutlich abheben.

Ich möchte kurz auf den zweiten Punkt im Artikel eingehen.

Die Trennung in Geistliche und Laien hebt die Geistlichenklasse sozusagen auf ein Podest; das beweisen beispielsweise ihre schmeichlerischen Titel. Doch Jesus hatte gesagt: „Wer sich unter euch allen als ein Geringerer benimmt, der ist groß“. Zu dieser demütigen Einstellung passt es, dass Jesus seine Jünger aufforderte, keine religiösen Titel zu tragen.

Meiner Ansicht nach findet bei Zeugen Jehovas ganz klar eine Trennung auf mehreren Ebenen statt; angefangen in der Gemeinde. Das Halten von Vorträgen und das Bekleiden von Ämtern ist nur bestimmten Personen vorbehalten, die gewisse Voraussetzungen erfüllen müssen. Eine dieser Voraussetzung ist, dass man ein Mann ist. Frauen werden keine „Vorrechte“ innerhalb der Gemeinde eingeräumt. Zeugen Jehovas erklären dies mit einem Text aus 1. Korinther 14:34:

[…] Wie in allen Versammlungen der Heiligen 34 sollen die Frauen in den Versammlungen schweigen; denn es ist ihnen nicht erlaubt zu reden, sondern sie sollen untertan sein, wie auch das GESETZ sagt.
1. Korinther 14:34

Wer als Mann beispielsweise zum Ältesten ernannt wird, erhält das Buch „Hütet die Herde Gottes“. Die einfachen Gemeindemitglieder, obwohl angeblich auf gleicher Stufe stehend, dürfen dieses nicht einblicken. Das Buch gibt den Ältesten Richtlinien um eine Gemeinde zu führen. Es behandelt Themen wie: „Ein Rechtskomitee einsetzen und den Vorsitzenden bestimmen“, „Den Beschuldigten zur Rechtskomiteeverhandlung laden“, „Gemeinschaftsentzug beschlossen“ oder auch  „Unordentliche bezeichnet halten“. Älteste können zu internen Gerichten, auch Rechtskomitees genannt, berufen werden, und darüber entscheiden, ob ein „Sünder“ ausgeschlossen werden muss, oder in der Gemeinschaft verbleiben darf.

Eine Trennung auf „geistlicher“ Ebene findet auch beim Verständnis der Bibel statt. In einem Fragekasten des Königreichsdienstes vom September 2007 wurde die Frage beantwortet ob es der „treue und verständige Sklave“ (Führungsgremium) billigt, „wenn sich Zeugen Jehovas eigenständig zusammensetzen um biblische Themen zu untersuchen und zu debattieren“. Die Antwort viel kurz aus: „Nein“. Weiter war zu lesen:

Dennoch haben sich in verschiedenen Teilen der Welt einige, die mit unserer Organisation verbunden sind, zusammengetan, um eigenständig biblische Themen zu untersuchen. […] Gottes Volk erhält in den Versammlungszusammenkünften und auf Kongressen sowie durch die Veröffentlichungen der Organisation Jehovas überall auf der Welt reichlich biblische Schulung und Ermunterung. […] Daher billigt der „treue und verständige Sklave“ keinerlei Literatur, keine Websites und keine Treffen, die nicht unter seiner Leitung hergestellt oder organisiert werden.
Königreichsdienst, September 2007, Seite 3

Die Leitende Körperschaft steht demnach keinesfalls auf gleicher Ebene wie ihre Anhänger. Sie stellen sich ganz klar auf ein Podest und kontrollieren die Informationsaufnahme ihrer Mitglieder.

Neben der Trennung in Geistliche und Laien, kritisiert die Wachtturm-Gesellschaft auch die religiösen Titel innerhalb der Kirchen. Dabei organisieren sich Zeugen Jehovas, ähnlich wie die meisten Religionen, hierarchisch. Mitglieder, die gewisse Ämter inne haben oder besondere Funktionen ausführen, erhalten Titel, die sie von anderen abheben.

TV-Bericht WDR: Wie sich die Zeugen Jehovas organisieren, Länge: 02:10 Min.

Es folgt eine Auflistung von Titeln, die ein Zeuge Jehovas mit der Zeit erlangen kann:

  • Ungetaufter Verkündiger
    Ungetaufte Verkündiger werden diejenigen genannt, die zwar schon für die Organisation bei der Missionierung mithelfen, jedoch noch nicht getauft sind. Dieser Status ist zwingend erforderlich um ein getaufter Zeuge Jehovas zu werden.
  • Verkündiger
    Jeder getaufte Zeuge Jehovas wird als Verkündiger bezeichnet.
  • Dienstamtgehilfe (vergleichbar mit einem Diakon)
    Einen Rang unter dem Ältesten. Man wird mit „verantwortungsvollen“ Aufgaben innerhalb der Gemeinde betreut, und darf an den geheimen Treffen mit dem Kreisaufseher teilnehmen; zumindest für die erste Stunde.
  • Ältester (vergleichbar mit einem Priester)
    Älteste werden auch als „Hirten“ bezeichnet, die, wie es heißt, über die „Schafe“ (Gemeindemitglieder) wachen.
  • Sekretär
    Der Sekretär gehört zu einer besonderen Gruppe innerhalb der Gemeinde. Diese Gruppe nennt sich Dienstkomitee und wird gebildet aus dem Sekretär, dem Dienstaufseher sowie dem KdÄ (Koordinator der Ältesten). Der Sekretär verwaltet die erhobenen Daten über die Mitglieder sowie die internen Dokumente der Gemeinde.
  • Koordinator der Ältesten
    Einfach gesagt, handelt es sich bei dem Koordinator um den Chef einer Gemeinde. Das verriet auch der ehemalige Titel: Versammlungsaufseher. Diesen hat man in den letzten Jahren zwar angepasst, doch an den Machtverhältnissen hat sich nichts verändert.
  • Kreisaufseher
    Jedes Land in denen Zeugen Jehovas tätig sind, wird in Kreise aufgeteilt, für die jeweils ein Kreisaufseher verantwortlich ist. Der Kreisaufseher überwacht mehrere Gemeinden und besucht diese mindestens einmal im Jahr. Er ernennt die Dienstamtgehilfen und Ältesten einer Gemeinde. Wer ein gewisses Amt oder eine Funktion in der Gemeinde inne hat, erhält die Möglichkeit zu besonderen Veranstaltungen mit dem Kreisaufseher eingeladen zu werden (Dienstamtgehilfen- und Ältestenbesprechung, Besprechung mit den Pionieren und Hilfspionieren).

Neben diesen Titeln gibt es aber noch weitere: Dienstaufseher, Hilfspionier, Pionier, Sonderpionier, Missionar, Gesalbter, Zweigaufseher, Leitende Körperschaft oder ganz klassisch: der Präsident.

Bezahlte „Geistliche“

Kommen wir nun zur eigentlichen Frage, ob Zeugen Jehovas bezahlte „Geistliche“ haben. Oder in anderen Worten: gibt es bei Zeugen Jehovas religiöse Amts- oder Funktionsträger, die von der Organisation bezahlt werden?

Ebenfalls in der Rubrik „Oft Gefragt“ beantwortet die Organisation die Frage „Wie finanzieren Jehovas Zeugen ihr Werk?“. Dort heißt es auszugsweise:

Ein Grund, warum unsere Ausgaben überschaubar bleiben, ist: Wir haben keine bezahlten Geistlichen. […] Was geschieht mit Spendengeldern, die an die Zweigbüros von Jehovas Zeugen weitergeleitet werden? Sie werden in der Katastrophenhilfe, für die Unterstützung von Missionaren und reisenden Predigern […] eingesetzt.
Wie finanzieren Jehovas Zeugen ihr Werk?

Im Jahrbuch der Zeugen Jehovas, welches jährlich veröffentlicht wird, werden jeweils die Ausgaben oder besser gesagt Gehälter für Sonderpioniere, Missionare und Kreisaufseher veröffentlicht. Im Jahr 2016 beliefen sich diese auf 213 Millionen US Dollar. Diese Personengruppen führen, im Gegensatz zu Ältesten, ihr religiöses Werk in einer Art Vollzeitanstellung durch, und werden daher, ähnlich wie Pfarrer in christlichen Gemeinden, für ihre Arbeit finanziell entschädigt. Diese Amtsträger gehen keiner „weltlichen“ Arbeit nach, und erhalten neben einem Leasing-Fahrzeug auch eine Unterkunft sowie Taschengeld von denen sie sich unter anderem auch ihren Jahresurlaub leisten können. Älteste hingegen teilen sich die „seelsorgerische“ Arbeit mit einer handvoll weiterer Männer und erhalten zudem Unterstützung von Dienstamtgehilfen. Da man die Aufgaben eines Ältesten und Dienstamtgehilfen zwar schwer aber dennoch machbar neben dem Alltag bewältigen kann, ist ein Gehalt oder eine finanzielle Unterstützung nicht unbedingt nötig.


Aus meiner Sicht hat man die Frage, ob es bezahlte Geistliche gibt, nicht ganzheitlich beantwortet. Man versucht anscheinend einen Unterschied zwischen anderen Religionen aufzuzeigen, um sich selbst als Organisation in einem besseren Licht darzustellen.

Reaktionen zu diesem Beitrag

  1. Aesculap sagt:

    Sehr gut dargestellt.
    Irreführende und Täuschende Darstellung aufgedeckt mit dein Artikel‼️

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  2. Evi Bitterling sagt:

    Für mich sehr interessant, alleine dadurch, weil meine Schwester dieser Sekte verfallen ist und ich mit ihr absolut nicht mehr klar komme.

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    1. Egon sagt:

      Evi Bitterling: Umgekehrt ist es sicher genau so, mit Ihrer Sekte klar zu kommen.

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  3. Johannes A sagt:

    Alles nur der Versuch von Schlechtmacherei von Menschen ohne genügend Bibelkenntnis. Jede Religion ist nicht das was JHWH wünscht, alle haben Fehler und sind Sekten. Lese die Bibel und vergewissere Dich, Sie erklährt sich selbst. Die Glaubengemeinschaften sind wie Huren-Nur Gottes Wort ist für uns alle wichtig.

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  4. Emma sagt:

    Ich wüsste sehr gerne, ob die LK auch von Spendengeldern bezahlt wird. Wie man weiß, wohnen diese Herren recht feudal und tragen auch mal gerne teure Uhren und Ringe. Und ich wüsste gerne, wie hoch das Vermögen der WTG ist. Auch hier ist bekannt dass es etliche Immobilien gibt und ganz prikär…. auch aus Zinserträgen von Rüstungsaktien. Ob das die ZJ wissen?

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    1. Jojo sagt:

      Zu Emma: etliche Immobilien ? ALLE Königreichssääle gehören der WTG. Früher war das anders. Da gehörte der Saal der jeweiligen Versammlung. Das waren damals alles eingetragene Vereine. Die Zeugen hatten ihren Saal unter oftmals großen finanziellen Lasten und viel Eigenarbeit gebaut. Inzwischen sind die Vereine aufgelöst nachdem sie ihre finanziellen Lasten getilgt hatten) und der Immobilenbesitz wurde der WTG zugeführt. Das war mit der Anerkennung der ZJ als Körperschaft des öffentlichen Rechts möglich geworden. Damit gehören der WTG Immobilien in oftmals bester Innenstadtlage. Der Wert geht in viele Milliarden. Mehr als 1 Mrd. Dollar wurden auch für Brooklyn erlöst. Dafür erwarb die Gesellschaft dann einen billigen Acker auf dem Land, wo tausende freiwillige unentgeltlich ein neues Zentrum aus dem Boden gestampft haben. Meiner Schätzung nach geht der Wert der Immobilien in Richtung 100 Mrd US $.

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  5. Pablo sagt:

    Wenn sich der Schreiber des Artikels etwas Mühe gemacht hätte oder rechnen könnte, hätte er das Durchschnittsgehalt der Missionare , Sonderpioniere und Kreisaufseher bei den Zeugen Jehovas schon berechnen können. Auf der Website der Zeugen Jehovas findet man den Hinweis, dass zu jener Gruppe der bezahlten Personen 20231 Personen gehören. Also nur 213 Millionen durch 20231 teilen und dann geteilt durch 12. Bei mir kam ein Monatsgehalt von ca 877 € heraus. Davon müssen allerdings noch die Kosten für Kranken – und Rentenversicherung abgezogen werden.
    Ist die Bezahlung da wirklich mit den üppigen Gehältern der Geistlichen der Kirchen gleichzusetzen oder war der Beitrag eine irreführende Täuschung, auf die Leute wie Aeculap hereinfallen sollten?

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  6. Werner2 sagt:

    Meiner Meinung nach geht es in dem Artikel weder darum, eine irreführende Täuschung zu schreiben, noch den Gedanken zu vermitteln, die WTG habe, ähnlich wie die Geistlichkeit der Welt, hoch bezahlte Geistliche.

    Es geht in dem Artikel – so, wie ich ihn lese – darum, aufzuzeigen, daß die WTG trotz ihrer pauschalen Behauptung, sie hätte keine bezahlte Geistlichkeit, dennoch bezahlte hochrangige Mitglieder (Geistliche?) hat.

    Daß die Bezahlung von Sondervollzeitdienern scheinbar den Mindestlohn deutlich unterschreitet, und eben nicht ihrem „Rang“ in der Hierarchie entspricht, mag im ersten Moment ins Auge stechen. Aber das sind zwei völlig unterschiedliche Paar Schuhe.
    Sondervollzeitdiener
    ▪︎sind eben auch „hauptberufliche“ Bethel-/Zweigbüromitarbeiter, die bei freier (oder nahezu freier?) Kost und Logis ein warmes Zimmer bewohnen,
    ▪︎und es sind auch Missionare, die teilweise in kaum entwickelten Ländern oft unter krankmachenden Bedingungen ihren Auftrag ausführen (siehe die Schilderungen von Raymond Franz zu seiner chronischen Krankheit, die er sich im Missionarsdienst einfing)

    Missionare amtieren in neu gegründeten Versammlungen ebenso als Geistliche, solange, bis es befähigte Einheimische gibt.
    Und damit sind sie bezahlte Geistliche, wenn sie von der ‚Gesellschaft‘ finanzielle Zuwendungen in Bar erhalten.

    Und wie ist es mit den Kreisaufsehern? Sind sie nicht auch Sondervollzeitdiener? Heute wohnen sie vielleicht in einer kleinen Einliegerwohnung im Königreichssaal. Aber früher wohnten sie mietfrei bei den Verkündigern. Alle, die ich kannte, hatten ein Auto, das nicht von der ‚Gesellschaft‘ gesponsort wurde. Und sie waren jeden Mittag bei anderen Verkündigern zu Gast, von denen sie einen Umschlag zugesteckt bekamen, weil sie ja so arm dran waren.

    Auch die Kreisaufseher sind Geistliche und bekommen eine Bezahlung – und wenn es als ‚Taschengeld‘ verklausuliert wird.

    Es muss also unterschieden werden zwischen Geistlichen, die einer ‚weltlichen‘ Arbeit nachgehen, um sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen, wie die ersten Apostel, und Geistlichen, die von der ‚Gesellschaft‘ ein Taschengeld und sonstige geldwerte Vorteile erhalten, für die sie keine Steuern bezahlen müssen.

    Pablo, rechne bitte für z.B. einen Bethelmitarbeiter die täglichen Mahlzeiten mit 10€, im Monat 300€, dann die Miete für ein möbliertes Zimmer mit allen Nebenkosten (Strom, Wasser, Abwasser, Heizung) mit 500€ dazu, dann bist Du bei 1677€.
    Natürlich ist die Rechnung bei einem Missionar im Dschungel ganz anders.
    Aber es geht um die grundsätzliche Aussage die die WTG vermitteln will: Wir haben keine bezahlten Geistlichen. Und diese Aussage stimmt eben nicht, denn sie geben ja zu, daß sie Spendengelder für die „Unterstützung“ von reisenden Aufsehern und Missionaren ausgeben. Was anderes sind denn reisende Aufseher anderes, als die „Vorgesetzten“ der Ortsältesten – Obergeistliche!

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